Ein LiFePO4 Akku ist günstiger als ein Bleiakku.

Money, money, money…

… wie oft erleben wir genau das: Ein Kunde ruft an und möchte zu einem LiFePO4 Akku Informationen. Selbstverständlich auch zum Preis. Und am Ende hören wir immer wieder: Nein, dann kauf ich mir doch lieber nochmal einen Blei/AGM Akku.

Verständlich, denn die Anschaffungskosten eines LiFePo Akkus sind deutlich höher als die eines Blei-Akkus.
Auf den ersten Blick macht der LiFePo4-Akku also gar keinen Sinn, oder?


Auf den zweiten Blick wohl, denn:

Ein LiFePO4-Akku liefert Energie bis zum Schluss. Das bedeutet, dass theoretisch eine Entladetiefe von 100% möglich ist. Praktisch sind 90% problemlos möglich.

Eine AGM-Batterie lässt sich, je nach Qualität, bis etwa 70% entladen. Das sind dann aber schon wirklich die „Guten“. Ein normaler AGM-Akku lässt sich bis zu 50% entladen, bevor die Spannung zusammen bricht. Das bedeutet, dass Ihnen hier im schlechtesten Fall pro Ladezyklus 40% Energie fehlen.




Wobei wir beim wichtigsten Thema, den Ladezyklen, sind:

Eine AGM-Batterie schafft, je nach Qualität, etwa 1.400 Ladezyklen, wenn diese zu etwa 50% entladen wird.

Eine LiFePO4 Batterie hingegen schafft bei etwa 90% Entladetiefe mindestens 3.000 Ladezyklen, wir gehen eher von etwa 5.000 Ladezyklen aus.

Aber:
Gehen wir vom schlechten Ergebnis, nämlich den 3.000 Ladezyklen aus, um eine Rechengrundlage zu haben:

1 Ladezyklus des LiFePO4 Akkus entspricht etwa 1,8 Ladezyklen der AGM-Batterie.
90% von 100Ah bei LiFePO4 Batterien = 90Ah
50% von 100Ah bei AGM Akkus = 50Ah

Rechnen wir mit 1.400 Ladezyklen bei der AGM Batterie, wobei während jedem Ladezyklus etwa 50Ah der Batterie entnommen werden, komme ich auf 70.000 Ah, die diese Batterie insgesamt abgeben kann.

Rechnen wir hingegen mit dem schlechtesten Wert - nämlich 3.000 Ladezyklen, die LiFePO4 Akkus mindestens leisten können muss, kann die Batterie ingesamt 270.000 Ah abgeben. Das ist fast das 4-fache dessen, was ein AGM-Akku in seiner Lebenszeit an Energie abgeben kann.

Man muss dazu sagen, dass man hier beim AGM-Akku mit einem durchaus guten Wert und beim LiFePO4-Akku mit dem denkbar schlechtesten Wert gerechnet hat. Die Differenz zwischen der entnehmbaren Energiemenge sollte also zwischen einer Bleibatterie und einem LiFePO4 Akku noch einmal deutlich höher sein.

Dies fällt nicht so sehr ins Gewicht - wo wir beim nächsten Thema sind:
Der Lithium-Einsenphosphat Akku wiegt bei einer Kapazität von 100Ah bei 12V etwa 11 Kilogramm.
Der AGM-Akku bringt satte 32 Kilogramm auf die Waage, was auch hier fast das 3-fache ist.

Beim PKW rechnet man pro 100 Kilo Mehrgewicht mit etwa 0,3l / 100km mehr Verbrauch.

Nehmen wir also eine Strecke von 250 Kilometern und einen Beispiel-Dieselpreis von 1€ / Liter (damit lässt sich einfach rechnen).
Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit gerundet 10 Kilo kostet auf die gesamte Strecke, bezogen nur auf das Gewicht der Batterie, etwa 0,07€.
Ein AGM-Akku mit gerundet 30 Kilo kostet etwa das Dreifache, nämlich 0,21€.

Für Vielfahrer ist dies sicher ein Punkt, welcher nicht vernachlässigt werden sollte.

Gehen wir nun also davon aus, dass die LiFePO4-Batterie etwa 4x so lange hält wie der AGM-Akku und dazu noch 2/3 an Benzinkosten spart, ist die Rechnung klar. Der LiFePO4-Akku ist hier der klare Sieger.

Nicht überzeugt?

3 Punkte, die wir gern in den Vorteilen der LiFePo4-Batterien näher erläutern:

1.: Leistungsverlust:
AGM-Batterien haben nach etwa 1000 Ladezyklen noch maximal 80% der Ausgangskapazität.
Hier punktet der LiFePO4 Akku deutlich.

2.: „Nur“ 90% nutzbare Energie?
Der LiFePO4-Akku liefert in der Regel deutlich mehr!

3.: Weniger „Folgekosten“:
Durch den Einsatz von LiFePO4 Akkus sparen Sie nicht nur den Weg zum Caravanhändler, sondern auch jede Menge Platz & Kosten auf dem Wohnmobil - Dach.

Hier geht’s zu den Vorteilen der Lithium-Eisenphosphat Technologie: Vorteile der LiFePO4 Akkus